Erfolgreiche Newsletter erstellen – Tipps für die Optimierung

Rund 95 Prozent der 5.000 Top-Unternehmen im deutschsprachigen Raum betreiben E-Mail-Marketing und verschicken Newsletter. Jedoch schöpfen hierbei nur die wenigsten das volle Potenzial aus. Zu diesem Ergebnis kommen die E-Mail-Marketing Benchmarks 2019. Wie Sie noch mehr aus Ihrem Newsletter herausholen und wirklich erfolgreiche Newsletter erstellen, zeigen Ihnen 14 praktische Tipps.

Newsletter sind bei Unternehmen und Konsumenten gleichermaßen beliebt: Aktuellen Zahlen der United Internet Media zufolge haben über 70 Prozent der Konsumenten im DACH-Raum mindestens einen Newsletter abonniert, und viele kaufen die darin beworbenen Produkte. Obwohl sich der Newsletter als wirkungsvolles Werkzeug für die Kundengewinnung und -bindung etabliert hat, bieten nur 60 Prozent der in der E-Mail-Marketing-Benchmark-Studie befragten Unternehmen Nicht-Kunden die Möglichkeit, ihren Newsletter zu abonnieren. Hinzu kommt, dass lediglich ein Viertel der B2B-Unternehmen auf ihrer Startseite darauf hinweist, dass es möglich ist, sich zum Newsletter anzumelden. Grund genug, das Thema noch einmal genauer zu betrachten und aufzuzeigen, wie Sie Ihr Newsletter-Potenzial ausschöpfen und selbst erfolgreiche Newsletter erstellen – Tipps inklusive.

Warum sollte man eigene Newsletter erstellen?

Newsletter erstellen Tipps

Der monatliche Kunden
und Interessenten-Newsletter
von Evalanche mit
individualisierten Artikeln

Ein Newsletter ist ein digitaler Informations- oder Werbebrief, der per E-Mail verschickt wird. Über einen Newsletter können Unternehmen ihre Kunden und Interessenten in regelmäßigen Abständen über Neuigkeiten, wie etwa neue Produkte, anstehende Veranstaltungen, besondere Angebote oder ähnliches informieren. Üblicherweise ist ein Newsletter zumindest so weit personalisiert, dass der Empfänger persönlich angesprochen wird. Im Idealfall geht die Personalisierung darüber hinaus: Auf Basis einer Segmentierung der Adressaten(gruppen) ist es möglich, die jeweiligen Inhalte zielgruppenspezifisch aufzubereiten. Darüber hinaus bieten Newsletter eine Reihe an Vorteilen:

-> Hoher Return-on-Investment (ROI)
-> Vergleichsweise geringe Kosten
-> Unterstützung im Lead Nurturing

Seine Stärken entfaltet ein Newsletter insbesondere dann, wenn er Teil einer ganzheitlichen Marketingstrategie ist. Im Zusammenspiel mit anderen Maßnahmen ist er ein wirkungsvolles Instrument, mit dem B2B-Unternehmen folgende Ziele erreichen können.

-> Kunden gewinnen
-> Kunden binden
-> Zum Kauf animieren
->Kalte Leads oder Kontakte reanimieren
-> Und viele mehr

Was muss man beim Newsletter erstellen beachten?

Sie versenden schon eigene Newsletter, möchten aber gern noch mehr aus diesem Touchpoint herausholen und Ihre Interessenten und Bestandskunden mit Ihrem Newsletter begeistern? Hierfür braucht es in erster Linie ganz praktisches Handwerkszeug. Natürlich sind auch die Inhalte entscheidend. Doch der beste Content bleibt wirkungslos, wenn er nicht so aufbereitet ist, dass er die Empfänger anspricht und sie ihn gern lesen. Anhand der folgenden Tipps zeigen wir Ihnen, wie Sie erfolgreiche Newsletter erstellen können.

Tipp 1: Adresszeile nutzen

In der Adresszeile einer Marketing-Mail sollte der Empfänger ausschließlich seine eigene Adresse lesen – unabhängig davon, ob Sie Ihre E-Mail manuell über Ihr E-Mail-Programm versenden (dann am besten über das BCC-Adressfeld) oder mithilfe einer Marketing-Automation-Software. Eine solche Software ermöglicht es, ein identisches Mailing automatisiert an eine beliebig große Anzahl an Empfängern zu senden und es dabei sogar zu personalisieren – von der Anrede bis hin zu einzelnen Inhalten. Auf diese Weise minimieren Sie sowohl den Zeitaufwand als auch die Fehlerquote gegenüber dem Einzelversand.

Tipp 2: Betreffzeile optimieren

Die Betreffzeile entscheidet maßgeblich darüber, ob der Empfänger eine E-Mail öffnet oder nicht. Der Betreff sollte neugierig machen. Daher muss er kurz – maximal 80 Zeichen – und prägnant sein. Die wichtigsten Informationen gehören nach vorne. Außerdem sollte der Betreff den Nutzen für den Empfänger klar transportieren – allerdings ohne Worte wie „kostenlos“ oder „gratis“. In diesen Fällen landet die E-Mail direkt im Spam. Manche E-Mail-Clients zeigen auch den sogenannten Preheader an. In dieser Zeile können Sie weitere relevante Informationen unterbringen.

Newsletter Erstellen Tipps für Absender Betreff und Preheader

Tipps für die Erstellung des Newsletters:
Nutzen Sie immer den gleichen Absender, einen aussagekräftigen Betreff und wenn möglich den Preheadertext

Tipp 3: Spam umgehen

Achten Sie beim Newsletter erstellen auf den Wiedererkennungswert – im Absender, im Betreff und in den Inhalten. Damit stellen Sie sicher, dass der Empfänger, sich erinnert Ihren Newsletter abonniert zu haben und ihn nicht als Spam aussortiert. Damit Ihr Newsletter auch nicht automatisch im Spam-Ordner des Empfängers landet, ist es zudem hilfreich, wenn Sie als vertrauenswürdiger Versender eingestuft werden. Die gelingt über SPF und DKIM. SPF steht für Sender Policy Framework, welches das Fälschen von Absenderadressen erschwert, indem es eine Authentifizierung durchführt. DKIM stellt ergänzend dazu sicher, dass der versendete Inhalt auf dem Weg zum Empfänger nicht verändert wurde.

Tipp 4: Ansprache personalisieren

Personalisierung ist ein wichtiger Erfolgsfaktor im E-Mail-Marketing. Darunter versteht man insbesondere, dass ein Newsletter im Hinblick auf die Interessen und Bedürfnisse des Empfängers inhaltlich relevant ist. Doch Vorsicht bei der persönlichen Anrede. Zunächst ermitteln Sie Vor- und Nachname in der Regel über ein Datenformular, z. B. bei der Newsletter-Anmeldung. Beachten Sie dabei unbedingt den datenschutzrechtlichen Grundsatz der Datensparsamkeit und die Tatsache, dass jedes zusätzliche Formularfeld die Nutzer unter Umständen abschreckt, ihre Daten überhaupt einzugeben. Berücksichtigen Sie außerdem, dass viele Empfänger erfundene Namen angeben oder sich vertippen – und schon ist die Anrede nicht mehr persönlich, sondern schlichtweg falsch. Darum empfiehlt es sich, eine persönliche Anrede nur bei tatsächlich bekannten Personen wie Bestandskunden zu nutzen und ansonsten lieber darauf zu verzichten.

Tipp 5: Einleitungstext formulieren

Einen Einleitungstext bezeichnet man auch als Teaser (engl. to tease „reizen, necken“). Und genau das sollte der Teaser tun: Er sollte in aller Kürze nicht zu viel verraten, aber Lust darauf machen, mehr zu erfahren und den Rest der E-Mail zu lesen. Trotz dem Gebot der Kürze gehören in den Teaser die wichtigsten Informationen aus dem Langtext. Beantworten Sie im Einleitungstext die berühmten W-Fragen oder werfen Sie einen Blick auf die Zwischenüberschriften. Das bringt Sie dem perfekten Teaser ein gutes Stück näher.

Tipp 6: Haupttext verfassen

Der Erfolg Ihres Newsletters steht und fällt mit seinem Inhalt. Verzichten Sie auf plumpe Werbebotschaften. Achten Sie stattdessen darauf, dass Sie nur Informationen aufnehmen, die für Ihre Empfänger wirklich interessant und nützlich sind, wenn Sie einen Newsletter erstellen: Tipps, Anleitungen oder Erklärvideos eigenen sich hier am besten. Für die Länge Ihres Newsletters gilt: Weniger ist mehr. Schreiben Sie nicht zu lange Fließtexte, und gliedern Sie Ihr Mailing in mehrere kurze Absätze mit aussagekräftigen Zwischenüberschriften. So erleichtern Sie das Lesen enorm. Falls Sie weitere Informationen zu einem Thema haben, können Sie diese mit Ihrer Website entsprechend verlinken.

Tipp 7: Mit einem Call-to-Action abschließen

Natürlich ist es nur höflich, sich mit einem freundlichen Gruß und dem eigenen Namen zu verabschieden. Insbesondere beim Newsletter-Erstellen ist es jedoch häufig von Vorteil, dem Leser noch einen eindeutigen Hinweis darauf zu geben, was er als nächstes tun sollte. Platzieren Sie einen klaren Call-to-Action mit Verlinkung zur entsprechenden Website. Beispiele: „Melden Sie sich jetzt an!“, „Hier erfahren Sie mehr.“, „Laden Sie das E-Book kostenfrei herunter!“.

Tipp 8: A/B-Tests durchführen

Wer wirklich erfolgreiche Newsletter erstellen möchte, der muss die eigenen Ideen immer wieder kritisch hinterfragen – oder sie einfach testen. Mit sogenannten A/B- oder Split-Tests können Unternehmen Betreffzeilen, Inhalte, Call-to-Action usw. variieren, um herauszufinden, was beim Empfänger am besten ankommt. Wichtig ist, immer nur zwei Versionen mit einem Mal zu testen, sonst wird es schwierig, signifikante Ergebnisse zu erhalten. Schließlich müssen dafür in jeder Testgruppe ausreichend Teilnehmer vorhanden sein.

Tipp 9: Responsive Design sichern

Newsletter erstellen Tipps - Responsives Design

Responsives Design auf dem PC und Handy

Immer mehr Menschen lesen Ihren Newsletter auf einem Tablet oder Smartphone. Sorgen Sie darum dafür, dass Ihr Mailing auch auf mobilen Endgeräten lesbar ist. Dank Responsive Design wird Ihr E-Mail-Template automatisch an das jeweilige Endgerät angepasst und Ihre Nachricht überall optimal dargestellt.

Tipp 10: Anhänge und Verlinkungen nutzen

Wenn Sie einen Newsletter erstellen, ist es generell nicht zu empfehlen, Dokumente anzuhängen. Solche Mailings landen häufig im Spam-Ordner oder Empfänger öffnen sie aus Angst vor Cyberkriminalität nicht. Nutzen Sie stattdessen Verlinkungen, um Dokumente oder Grafiken zur Verfügung zu stellen. Verlinken Sie dabei nicht direkt auf den Inhalt, sondern auf eine Landingpage, können Sie über ein Datenformular weitere Informationen von Ihrem Empfänger erfragen, um ihn besser kennenlernen und noch gezieltere Botschaften und passendere Angebote für ihn entwickeln zu können.

Tipp 11: Bildsprache definieren

Mit dem Text allein ist es natürlich nicht getan. Um erfolgreiche Newsletter zu erstellen, ist es wichtig, dass das Mailing auch optisch zu Ihnen beziehungsweise zur Corporate Identity Ihres Unternehmens passt. Wählen Sie also die entsprechenden Farben und achten Sie auf eine konsistente Bildauswahl, die mit Ihrer sonstigen Bildsprache übereinstimmt. Am besten geeignet sind großformatige Bilder, die Ihre Botschaften visuell unterstreichen. Dass Bilder und Grafiken wie von Ihnen beabsichtigt angezeigt werden, liegt nur bedingt in Ihrer Macht. Mithilfe einer Marketing-Automation-Software können Sie jedoch Ihre Inhalte auch in einer Webansicht anbieten und in der E-Mail – beispielsweise in der Kopfzeile – darauf verlinken.

Tipp 12: Versandzeitpunkt wählen

Das richtige Timing ist entscheidend: Selbst der beste Newsletter kann seine Wirkung verfehlen, wenn Sie ihn zur falschen Zeit verschicken. Je nach Zielgruppe sollten Sie den Versandzeitpunkt so wählen, dass Ihr Newsletter weder in der Masse untergeht noch zu lange – beispielsweise über das Wochenende oder Feiertage – im Posteingang wartet und dann als „nicht mehr aktuell“ gelöscht wird. Im B2B-Bereich ist beispielsweise Dienstagvormittag ein geeigneter Zeitpunkt, um erfolgreiche Newsletter zu versenden.

Tipp 13: Datenschutz beachten

Datenschutz ist ein besonders sensibles Thema im E-Mail-Marketing – und das nicht erst seit Inkrafttreten der EU-DSGVO. Deshalb muss unter anderem jeder Newsletter den Hinweis enthalten, dass der Empfänger den Erhalt jederzeit widerrufen kann, und eine entsprechende Abmeldemöglichkeit bieten. Achten Sie zudem darauf, dass Ihr Newsletter ein Impressum hat. Sie können dabei wählen, ob Sie das Impressum direkt in Ihre E-Mail einbinden oder ob Sie im Newsletter nur Anschrift, E-Mail-Adresse und Telefonnummer angeben und für alle weiteren Informationen auf das vollständige Impressum Ihrer Website verlinken.

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Tipp 14: Software auswählen

Vom perfekt getimten Versand über die inhaltliche Personalisierung und zielgerichtete Segmentierung bis hin zu erhellenden A/B-Tests, mithilfe einer E-Mail-Marketing-Software können Sie erfolgreiche Newsletter erstellen – und das ganz automatisch und rechtskonform. Unkomplizierte Newsletter-Starter-Sets mit vorgefertigten Templates erleichtern den Ein- und Umstieg beim Newsletter-Marketing. Farben und Schriften einfach ans eigene Corporate Design anpassen – und schon können Sie Ihren individuellen Newsletter erstellen und versenden.

Sie wollen Ihr Newsletter-Marketing optimieren und wirklich erfolgreiche Newsletter erstellen? Tipps und Tricks, wie es Ihnen gelingt, haben Sie nun schon. Jetzt gilt es loszulegen und so noch mehr aus Ihrem Newsletter herauszuholen.

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Über den Autor:
Raphaela Bohl

Raphaela Bohl ist Digital Marketing Managerin bei SC-Networks. Sie ist verantwortlich für die Koordination und Gestaltung der vielfältigen Kommunikationsmaßnahmen rund um Evalanche. Dazu zählt das Veranstaltungsmanagement sowie die kontinuierliche Weiterentwicklung und Optimierung der Online Marketing Maßnahmen zur Neukundengewinnung und Kundenbindung. Darüber hinaus verantwortet sie die Redaktion und Erstellung der verschiedenen Zielgruppen-Newsletter.

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