Die optimale Email Betreffzeile: Dos und Don‘ts

Die Betreffzeile: An ihr hängt das Schicksal jeder Mail. Daher mangelt es nicht an Tipps, wie man den Betreff einer Email schreibt, welche die Nutzer zum Öffnen der Mail bringt. Interessanterweise hängt Ihr Erfolg aber nicht nur davon ab, was Sie in der Betreffzeile schreiben, sondern auch wie lang diese ist: Einer Studie von Retention Science[1] zufolge sind sechs bis zehn Wörter am effektivsten. Alle wichtigen Dos und Don’ts für den optimalen Betreff bei Emails sowie Beispiele finden Sie in diesem Artikel.

Grundsätzlich gilt: Natürlich muss das, was Sie schreiben, relevant für den Empfänger Ihrer Mail sein. Doch was Sie auch bedenken sollten, ist, wie Sie das formulieren, was Sie schreiben. Laut eines amerikanischen Conversion-Optimierungs-Spezialisten stufen mehr als zwei Drittel der Empfänger eine Mail allein aufgrund ihres Betreffs als Spam ein.[2] Weitere Analysen von vielen Millionen verschickter Mails haben gezeigt: Es scheint eine verbotene Zone für die Länge des Betreffs einer Email zu geben. In Untersuchungen heißt es: Sehr kurze Betreffzeilen funktionierten gut und längere auch. Aber mittellange schienen im Schnitt schlechter abzuschneiden. Deshalb haben die meisten Newsletter und Email Betreffzeilen mit um die 45 Zeichen Länge.

Der Email Betreff – Beispiele, wie Sie es richtig machen

Damit die Dos und Don‘ts nicht nur theoretisch bleiben, zu guter Letzt noch ein paar Beispiele für gute Email Betreffzeilen.

  • Die nutzwertige Betreffzeile: „7 Tipps, wie Du Newsletter optimierst“
  • Die neugierig machende Betreffzeile: „Ich verrate Dir einen Trick“
  • Die personalisierte Betreffzeile: „Alles Gute zum Geburtstag, Lisa! Wir haben eine Überraschung für Dich!“
  • Die Betreffzeile mit „Wenn-Dann-Formel“: „Wenn Du Marketer bist, brauchst Du dieses Tool…“
  • Die Betreffzeile mit Symbolen und Emojis: „Wir ❤ Du auch?“

Dos und Don‘ts für die optimale Email Betreffzeile

Damit Ihre Mails Ihre Empfänger zum Öffnen animieren, muss die Betreffzeile knackig sein und Lust auf mehr machen. Das bedeutet: Schreiben Sie den Betreff der Email so, dass er für Ihre Empfänger funktioniert. Und das hat im Wesentlichen zwei Aspekte:

  1. Inhaltliche Relevanz: Sie müssen über etwas schreiben, was Ihre Empfänger interessiert.
  2. Lesbarkeit: Die Betreffzeile muss für Ihre Empfänger gut sichtbar und vor allem verständlich sein.

Screenshot iPhone Mail Beispiel E-Mail Betreffzeile

Gerade auf mobilen Geräten
sieht man von Ihrer
Betreffzeile immer nur ein
Stück.

Dass Ihre Empfänger die Betreffzeile überhaupt sehen können, ist nicht bei jedem Mail-Client immer der Fall. Technisch können Betreffzeilen bis zu 998 Zeichen lang sein – eine völlig unpraktikable Länge, an der Sie sich keinesfalls orientieren sollten. Gmail zeigt im Betreff einer Email zum Beispiel nur die ersten 70 Zeichen, Thunderbird 66, das iPhone 41 Zeichen und manche Android-Smartphones sogar weniger als 30 Zeichen. Die Betreffzeile sollte auch dann vermitteln, dass es sich lohnt, Ihre Mail zu öffnen, wenn der Nutzer nur die ersten 30 Zeichen davon lesen kann. Ein guter Richtwert für die Länge von Email Betreffzeilen liegt daher zwischen 30 und 70 Zeichen. Werden Ihre Mails vorwiegend über Mobilgeräte gelesen, sollten Sie auf kürzere Betreffzeilen setzen.

Tipp: Eine moderne Email Marketing Software kann Ihnen in einer Vorschau übersichtlich die Darstellung der Betreffzeile in den einzelnen Mail-Clients aufzeigen.

Ein weiterer Aspekt hinsichtlich der Lesbarkeit ist ein psychologischer: Nutzer nehmen sich nicht viel Zeit, ihren Posteingang zu prüfen – was nicht innerhalb von Sekunden als relevant erkannt wird, landet im Papierkorb. Hier können Symbole und Emojis, die sich in der privaten Kommunikation per Messenger-Dienste großer Beliebtheit erfreuen, dabei helfen, den Inhalt schneller zu erfassen. Eine signifikante Auswirkung auf die Öffnungsrate lässt sich allerdings kaum nachweisen. Es empfiehlt sich also, es mit Emojis und Symbolen nicht zu übertreiben.

Die unverzichtbaren Dos:

  • Achten Sie auf eingängige, klare Formulierungen.
  • Bringen Sie die wichtigsten Wörter so weit nach vorn wie möglich im Betreff.
  • Setzen Sie auf Personalisierung, indem Sie Ihre Empfänger direkt ansprechen oder ihren Namen im Betreff erscheinen lassen. Das steigert deutlich die Öffnungsraten.
  • Schreiben Sie einfache Sätze und nutzen Sie möglichst viele Substantive und Verben.
  • Verwenden Sie kurze, einfache Wörter und wenig Fremdwörter.
  • Greifen Sie das Thema der Email auf und geben Ihren Empfängern damit eine Idee, was sie erwartet.
  • Nutzen Sie den Preheader als Ergänzung oder Erweiterung der Betreffzeile.

Die absoluten Don‘ts:

  • Verzichten Sie auf Füllwörter (also, oder, auch, ja, schon…).
  • Vermeiden Sie spamverdächtige Begriffe, wie etwa „preiswert“ oder „kostengünstig“ und schreiben Sie Wörter nie komplett in Großbuchstaben.
  • Formulieren Sie keine Versprechen in der Betreffzeile, das Ihre Mail nicht einlösen kann.

Das sind die Dos and Don‘ts für eine optimale Email Betreffzeile, die Sie unbedingt beachten müssen. Selbst wenn eine statistisch signifikante Korrelation zwischen Länge und Öffnungsrate bestehen sollte, ist die Länge allein wahrscheinlich nicht für eine besseres Abschneiden in Bezug auf die Öffnungsrate verantwortlich. Sehr kurze Betreffzeilen in E-Mails können z.B. gut funktionieren, weil Ihre Empfänger sie sehr schnell erfassen. Und sehr lange Betreffzeilen wiederum können gut funktionieren, weil sie klar vermitteln, worum es in Ihrer Mail geht, und warum es sich lohnt, sie zu öffnen.

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